Das Rinterzelt

Freitag, 8. November 2019

Modernisierung einer Abfallbehandlungsanlage der Stadt Wien

 

Im 22. Wiener Gemeindebezirk befindet sich die zeltförmige Abfallbehandlungsanlage der Stadt Wien, das Rinterzelt. Die architektonisch auffällige zeltförmige Hallenkonstruktion, mit einem Durchmesser von 170 m und einer Höhe von 68 m, wurde 1980 errichtet.
Aufgrund des desolaten Zustandes sowie hoher Instandsetzungskosten, wird das „Rinterzelt“ abgebrochen und durch mehrere kleine Bauten ersetzt. Das Baufeld umfasst eine Gesamtfläche von ca. 56.000 m². Das Auftragsvolumen beträgt ca. 46 Millionen Euro.

Das Projekt gliedert sich in drei Bauphasen, die sich über einen Zeitraum von 3,5 Jahren erstrecken. In der Bauphase 1 (Beginn April 2018) entsteht ein modernes 4-geschoßiges Verwaltungsgebäude inkl. Labors, sowie ein Flachbunker mit einer Ballierungsanlage. Die Bauphase 2 umfasst den Abbruch der bestehenden Objekte Rinterzelt, der Nebenbauwerke und Außenanlagen. Die Bausphase 3 beinhaltet die Neugestaltung der Außenanlagen sowie die Errichtung eines Werkstätten- und Garagentraktes, eines Tandlershops, einer Tankstelle und einer Waschbox.

Spektakulär hat sich der Abbruch der kreisförmigen Hallenkonstruktion herausgestellt. In der Verantwortung des Geschäftsbereichs Tief- und Straßenbau Ost wurde am 17. Oktober kurz vor 12:00 Uhr unter der Leitung von Reinhard Reischl gemeinsam mit seinem Team das „Rinterzelt“ kontrolliert gesprengt und abgebrochen.
Jeweils drei Sprengladungen wurden an den 48 Balken rund um das zeltförmige Dach angebracht. Die Sprengung war ein voller Erfolg. Stehen blieb nur wie geplant der Stützturm und die seitlichen Betonstützen.

Bauzeit ca. 41 Monate